Detailreiches Sehen verlässlich schützen. In den westlichen Industrieländern ist die altersabhängige Makuladegeneration die häufigste Ursache für schweren Sehverlust ab dem 60. Lebensjahr.
Die Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Netzhaut, bei der nicht die gesamte Netzhaut geschädigt wird, sondern hauptsächlich ein hochspezialisiertes Areal im Zentrum: die sogenannte Makula lutea (der gelbe Fleck). Hier liegen die Sehzellen am dichtesten, die für scharfes Lesen, Kontraste und Farben verantwortlich sind. Eine Schädigung dieses Bereichs setzt selten vor dem 60. Lebensjahr ein.
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in westlichen Industrieländern die häufigste Ursache für Erblindung. Man unterscheidet die häufigere trockene Form, bei der Netzhautzellen durch Ablagerungen (Drusen) langsam absterben, und die feuchte Form, bei der krankhafte, undichte Blutgefäße unter die Netzhaut einwachsen. Modernste 3D-OCT-Scans können zelluläre Veränderungen bereits Jahre vor dem Auftreten von Seheinbußen nachweisen.
Sie macht über 80% aller Fälle aus und verläuft meist schleichend. Nicht abtransportierte Stoffwechsel-Abfallprodukte der Sehzellen (Drusen) lagern sich ab, was langfristig zum langsamen Absterben der Netzhautzellen und zur „geographischen Atrophie“ führt.
altersabhängige trockene Makuladegeneration mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. H. Busse, Universitätsklinikum Münster
Die aggressive exsudative Form entsteht meist als Folge der trockenen AMD. Aufgrund einer Unterversorgung der Netzhaut wachsen krankhafte, instabile Blutgefäße ein, die zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) und Netzhautblutungen führen.
altersabhängige feuchte Makuladegeneration mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. H. Busse, Universitätsklinikum MünsterAchten Sie auf typische Veränderungen im zentralen Sichtfeld. Eine rechtzeitige Diagnose sichert die bestmöglichen Behandlungschancen.
Gerade Linien (wie Türrahmen oder Badezimmerkacheln) erscheinen gewellt oder verbogen.
Im Zentrum des Gesichtsfeldes entsteht ein grauer Schatten oder Fleck. Das Lesen wird erschwert.
Farben wirken deutlich blasser und Kontraste zwischen hell und dunkel verschwimmen zunehmend.
Die Anpassung an veränderte Lichtverhältnisse dauert länger, die Blendempfindlichkeit steigt.
Während der Verlauf der trockenen AMD vor allem durch gezielten Netzhautschutz (wie UV-Schutzfilter, Rauchstopp und antioxidative Nahrungsergänzung) positiv beeinflusst werden kann, erfordert die feuchte AMD schnelles und konsequentes Handeln.
Der etablierte Goldstandard ist hierbei die intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM). Durch schmerzfreie Mikro-Injektionen von Wachstumshemmern (Anti-VEGF) direkt in den Glaskörperraum des Auges können wir die krankhaften Gefäßneubildungen veröden und das Netzhautödem wirksam austrocknen. Engmaschige Kontrollen mittels hochauflösender Spectralis-OCT sichern den langfristigen Behandlungserfolg.
Sichern Sie sich Ihren exklusiven Untersuchungstermin zur Makula-Vorsorge über unseren Concierge-Service.