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Augendruck messen: Glaukomvorsorge beim Facharzt

Augendruckmessung in der Augenarztpraxis Dr. Ostovic Ludwigshafen – Glaukomvorsorge mit moderner Tonometrie

Was ist der Augeninnendruck und warum ist er wichtig?

Das Auge ist kein starres Gebilde – es ist ein unter Druck stehendes System. Im Inneren des Auges wird permanent ein klares Kammerwasser produziert, das durch feine Abflusswege aus dem Auge austritt. Das Gleichgewicht zwischen Produktion und Abfluss bestimmt den Augeninnendruck (IOD, auch: IOP – Intraocular Pressure). Ist der Abfluss gestört, steigt der Druck an – und genau das kann auf Dauer den Sehnerv schädigen.

Der erhöhte Augeninnendruck ist der wichtigste bekannte Risikofaktor für das Glaukom (Grüner Star) – eine der häufigsten Ursachen für irreversible Erblindung weltweit. Das Tückische: Ein erhöhter Druck verursacht in frühen Stadien keinerlei Beschwerden oder Sehverschlechterung. Schäden am Sehnerv entstehen schleichend über Jahre, bevor der Betroffene etwas bemerkt. Die regelmäßige Augendruckmessung ist daher ein unverzichtbarer Baustein der Augenheilkunde – nicht nur für Risikogruppen.

„Das Glaukom ist eine stille Krankheit. Wenn der Patient Symptome spürt, ist der Sehnerv oft bereits dauerhaft geschädigt. Die Druckmessung kostet wenige Sekunden – und kann ein Leben lang das Sehen erhalten."
Dr. med. Marko Ostovic

Wie wird der Augendruck gemessen?

Die Messung des Augeninnendrucks erfolgt durch sogenannte Tonometrie. In unserer Praxis stehen zwei bewährte Verfahren zur Verfügung:

Berührungslose Tonometrie (NCT – Non-Contact Tonometry)

Bei der berührungslosen Methode wird ein kurzer, präzise dosierter Luftstoß auf die Hornhautoberfläche gerichtet. Das Gerät misst die Verformung der Hornhaut und berechnet daraus den Augeninnendruck. Die Messung dauert weniger als eine Millisekunde, es sind keine Betäubungstropfen erforderlich, und die Hornhaut wird zu keinem Zeitpunkt berührt. Für die Glaukomvorsorge und Reihenuntersuchungen ist diese Methode besonders geeignet.

Applanationstonometrie nach Goldmann

Die Goldmann-Tonometrie gilt als Goldstandard der Augendruckmessung und wird bei klinisch relevanten Befunden eingesetzt. Hierbei wird nach Auftragen eines Betäubungs- und Färbetropfens eine miniaturisierte Messkopfe sanft gegen die Hornhaut gesetzt und der Druck direkt bestimmt. Diese Methode liefert die präzisesten Werte – besonders wichtig bei bekanntem Glaukom, Verlaufskontrollen und vor operativen Eingriffen.

Kriterium Berührungslose Tonometrie (NCT) Applanation nach Goldmann
Hornhautkontakt Keiner Minimaler Kontakt mit Messkopf
Betäubungstropfen Nicht erforderlich Ja (Tropfen mit Fluoreszein)
Messgenauigkeit Sehr gut (Screening) Höchste Präzision (Goldstandard)
Anwendungsbereich Vorsorge, Reihenuntersuchung Glaukomverlauf, präoperativ
Dauer pro Auge Wenige Sekunden ca. 1–2 Minuten

Normwerte und Grenzwerte des Augeninnendrucks

Der Normbereich des Augeninnendrucks liegt statistisch zwischen 10 und 21 mmHg. Werte über 21 mmHg werden als okuläre Hypertension bezeichnet und erfordern eine weiterführende Abklärung – insbesondere eine Untersuchung des Sehnervs und eine Gesichtsfeldmessung.

Wichtig dabei: Der Druckwert allein ist kein Diagnosekriterium für ein Glaukom. Es existiert das sogenannte Normaldruckglaukom, bei dem der Sehnerv trotz statistisch normalem Druck (unter 21 mmHg) geschädigt wird. Umgekehrt entwickeln viele Menschen mit erhöhtem Druck über Jahrzehnte kein Glaukom. Die Einordnung des Messwertes erfolgt immer im klinischen Kontext: zusammen mit dem Sehnervbefund, der Hornhautdicke (Pachymetrie) und dem Gesichtsfeld.

Die Hornhautdicke beeinflusst die Tonometriemessung maßgeblich: Eine dünne Hornhaut unterschätzt den wahren Druck, eine dicke Hornhaut überschätzt ihn. Im Premium Augen-Check-Up messen wir daher standardmäßig sowohl den Druck als auch die Hornhautdicke mit dem Pachymeter.

Wer sollte seinen Augendruck messen lassen?

  • Alle Personen ab 40 Jahren – unabhängig von Beschwerden, mindestens alle zwei Jahre
  • Personen mit familiärer Vorbelastung für Glaukom (Eltern, Geschwister)
  • Stark Kurzsichtige (Myopie ab −4 Dioptrien) – erhöhtes Glaukomrisiko
  • Diabetiker – erhöhtes Risiko für diabetische Netzhaut- und Druckerkrankungen
  • Patienten mit bekanntem erhöhtem Augeninnendruck oder Glaukomverdacht
  • Patienten nach Kortisontherapie (systemisch oder als Augentropfen) – Kortison kann den Druck erhöhen

Augendruck und Glaukom: Was passiert bei dauerhafter Erhöhung?

Das Glaukom ist keine einheitliche Erkrankung – es ist eine Gruppe von Erkrankungen, die durch eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs charakterisiert sind. Der erhöhte Augeninnendruck ist dabei der wichtigste modifizierbare Risikofaktor: Wird er konsequent gesenkt, verlangsamt sich die Progression der Erkrankung nachweislich.

Die Schädigung betrifft zunächst die Peripherie des Gesichtsfelds – jenen Bereich, den das Gehirn durch das Bild des anderen Auges unbewusst ergänzt. So entsteht oft erst dann ein subjektiver Eindruck von Sehverlust, wenn bereits mehr als 40 % der Nervenfasern irreversibel zerstört sind. Was einmal verloren ist, kann nicht wiederhergestellt werden. Früherkennung durch regelmäßige Druckmessung und Sehnervkontrolle ist die einzige verlässliche Strategie.

Bei bestätigtem Glaukom kommen in unserer Praxis neben der Augendruckmessung auch die OCT-Untersuchung des Sehnervkopfs und Gesichtsfeldmessungen (Perimetrie) zum Einsatz, um die Progression präzise zu verfolgen.

Wie läuft die Augendruckmessung in unserer Praxis ab?

Die Augendruckmessung ist eine der schnellsten und unkompliziertesten Untersuchungen in unserem Praxisalltag. In der Regel beginnen wir mit der berührungslosen Methode: Sie setzen sich vor das Gerät, schauen auf einen Fixationspunkt – und innerhalb weniger Sekunden ist der Wert für beide Augen dokumentiert. Es sind keine Vorbereitungen notwendig, keine Tropfen, keine Wartezeit danach.

Liegt der Wert im Grenzbereich oder gibt es klinische Hinweise auf ein Glaukom, ergänzen wir die Messung durch die Goldmann-Applanationstonometrie und – bei Bedarf – durch eine Pachymetrie (Hornhautdickenmessung). Alle Werte fließen in die Befundinterpretation ein, die ich Ihnen direkt im Anschluss erläutere.

Augenärztin führt Tonometrie-Untersuchung bei Patientin in der Augenarztpraxis durch
Tonometrie in der Praxis: Die Messung des Augeninnendrucks dauert wenige Sekunden und ist vollständig schmerzfrei.

Häufige Fragen zur Augendruckmessung

Ist die Augendruckmessung mit Luftstoß schmerzhaft?

Nein. Die berührungslose Tonometrie (NCT) arbeitet mit einem kurzen Luftstoß auf die Hornhautoberfläche – ohne Kontakt, ohne Betäubungstropfen. Der Luftimpuls ist in weniger als einer Millisekunde beendet. Viele Patienten empfinden ihn als leicht überraschend, aber nicht als schmerzhaft. Für die Applanationstonometrie nach Goldmann werden Betäubungstropfen verwendet, sodass auch diese Methode vollständig schmerzfrei ist.

Was gilt als normaler Augeninnendruck?

Der Normbereich liegt statistisch zwischen 10 und 21 mmHg. Werte über 21 mmHg gelten als erhöht und erfordern eine weiterführende Abklärung. Entscheidend ist jedoch immer der Gesamtbefund: Sehnervzustand, Hornhautdicke und Gesichtsfeld fließen in die Bewertung ein – ein erhöhter Druck allein ist noch keine Diagnose, ein normaler Druck schließt ein Glaukom nicht aus.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Als reine Vorsorgeuntersuchung für gesetzlich Versicherte ohne konkreten Befund ist die Augendruckmessung eine Selbstzahlerleistung (IGeL). Bei gesichertem Glaukom oder konkretem Verdacht ist sie Kassenleistung. Sie ist fest im Premium Augen-Check-Up enthalten. Privatpatienten erhalten sie im Rahmen der regulären Vorsorge erstattet.

Augendruckmessung in Ludwigshafen vereinbaren

Für Patientinnen und Patienten aus Ludwigshafen, Gartenstadt, Maudach, Oggersheim, Mannheim und der Rhein-Neckar-Region bieten wir die Augendruckmessung und vollständige Glaukomvorsorge in einem strukturierten Untersuchungskonzept an. Gerne beraten wir Sie auch zu unserem Premium Augen-Check-Up, in dem Tonometrie, Pachymetrie, OCT und Gesichtsfeldmessung kombiniert werden. Vereinbaren Sie Ihren Termin über unser Kontaktformular oder sprechen Sie uns direkt in der Praxis in der Leininger Str. 53, 67067 Ludwigshafen-Gartenstadt, an.